Fazit Südamerika

30 04 2013

Tja – seit meiner Abreise am 13. November sind mittlerweile nun 5 ½ Monate vergangen und mein Ende in Südamerika steht bevor…..also meiner Meinung nach Zeit für ein kleines Fazit.

In meiner Zeit hier habe ich, abgesehen davon das ich mein Spanisch doch auf ein sehr ordentliches Level gebracht habe, natürlich auch atemberaubende Dinge gesehen – es ist doch sehr schwer dann eine Rangfolge bzw eine Top-5 aufzustellen aber ich will es mal versuchen 😉

 

  1. Antarktis
  2. Inca Trail samt Machu Picchu
  3. Osterinsel – Rapa Nui
  4. NP Torres del Paine
  5. 3-Tages-Tour zum Salar de Uyuni

 

Die 5 sind schon absolute HAMMER-HIGHLIGHTS aber wenn man dann noch bedenkt das so Dinge wie Iguazu, die Attacama-Wüste, Perito Moreno Gletscher, die Pampa bzw der Dschungel, wunderbare Städte wie Cusco und Sucre, der Norden Patagoniens wie z.B. Bariloche oder Pucon nicht in der Aufzählung dabei sind bekommt man einen recht guten Eindruck wie geil es hier unten war 😀

Ich habe jeweils eine Kreditkarte und eine Kamera verloren, habe 2 Kontinente besucht, war in 5 verschiedenen Ländern, 5 Sonnenbrillen sind geklaut worden, verloren oder kaputt gegangen, ich habe 8 (!!! Mama – 8 kannst du dir das vorstellen ;)) Bücher gelesen und 49 verschiedene Bier probiert.

Ich habe in sehr guten Hostels (das beste sicherlich Eco Packers in Cusco) aber auch in sehr sehr schlechten Hostels (das schlechteste sicherlich in El Chalten – Name konnte ich glücklicherweise verdrängen) geschlafen – das günstigste war mit 3,90 EUR pro Nacht in Sucre (Bolivien) und das teuerste mit knapp 19 EUR in El Calafate. Insgesamt habe ich in 49 verschiedenen Betten geschlafen (cool – genau so viele wie ich Bier probiert habe ;)), habe 10 Nächte im Zelt geschlafen, 12 Tage auf Booten verbracht, bin rund 253 Stunden Bus gefahren, habe 134 Videos und ganze 5.454 Bilder gemacht. Ich habe mit Sicherheit in etwa 653.379 Hunde gesehen und mehr als 739.833 mal „no tengo cambio“ gehört 😉

Ich habe etlische nette und interessante Menschen getroffen und durfte mit einigen davon eine Zeit lang zusammen reisen. Abgesehen davon das ich anfange Kaffee zu mögen und Fisch zu essen würde ich behaupten dass ich mich noch nicht so sehr verändert habe – ich bin immer noch der Mutschi den die Menschen in allen Herren Länder lieben 😉 …. n bisschen entspannter in Sachen Zeit bin ich sicherlich geworden aber in wiefern ich mich tatsächlich verändert habe dürft ihr dann selbst in 7 ½ Monaten bewerten. Da ich wie immer ein Freund von Bilder bin gibt’s hier nochmal ein paar Highlight der letzten Monate…..und da Mama sie so gerne hat vorallem meine Spezialität: Bilder meines schönen Rückens mit samt atemberaubender Aussicht 😉



Lima

30 04 2013

Nach einer für südamerikanische Verhältnisse kurzen Busfahrt von lediglich 5 Stunden sind wir, Nathalie, Vicki und Charlie in Lima angekommen. Da Vicki und Charlie eine Reservierung für ein Hostel hatten haben Nathalie und ich auch versucht dort noch ein Bett zu bekommen – vergeblich. Also sind wir knapp 50 Meter weiter zu einem anderen Hostel im Stadtteil Miraflores gegangen und haben dort 2 Betten ergattern können 🙂

Nachdem wir zusammen zu Abend gegessen hatten ging es für uns dann noch in einen Club – da es mein letzter Samstag in Südamerika war wollte ich nochmal ordentlich feiern…..bei einem Eintrittspreis von 50 Soles (ca. 15 EUR) und ähnlichen Getränkepreisen ist mir die Feierlaune aber doch recht schnell vergangen. Naja – gegen 3 Uhr bin ich dann nach Hause geschlendert 😉

Am nächsten Morgen – naja sagen wir Mittag – sind Nathalie und ich was essen gegangen und danach an die Strandpromenade um dort etwas zu entspannen. Nachdem wir geung entspannt hatten sind wir zurück zum Hostel, haben dort einen Film geschaut und haben am frühen Abend dann Vicki und Charlie an ihrem Hostel abgeholt da wir in den Parque de la Reserva wollten. Dort findet nahezu jeden Abend in der Woche eine Fontaine-Show statt…..also auf gut Deutsch eine Springbrunnen-Vorstellung – klingt bekloppt auf Deutsch aber es war geil 🙂 So gabs Springbrunnnen unter denen man durchlaufen konnte, einige die wie ein Labyrinth aufgebaut waren und ein rund 80 Meter langer Brunnen auf dem mit Hilfe von Lasern Bilder und ganze Filme projeziert wurden. Es war auf jeden Fall ne gelunge und schöne Sache. Danach gings dann noch zu Abend essen – Nathalie und ich haben uns Ceviche geteilt: Ein peruanisches Fischgericht bei dem der Fisch (so ahbe ich es verstanden) weder gekocht noch gegrillt wird sondern lediglich durch die Säure der Limetten angemacht wird……klingt komisch – war super lecker 😀

Tagsdrauf gabs dann für Nathalie einiges zu erledigen bei dem ich sie bekleitet habe – für mich gabs dann pünktlich zum ankommenden asiatischen Sommer eine Kurzhaarfrisur verpasst 🙂 Das erste mal seit ich glaube 9 Jahren habe ich sehr sehr kurze Haare – aber mir gefällts 🙂 Abends ging es dann mit Vicki und Charlie in ein recht teueres aber sehr gutes Restaurant. Für uns 3 war es der letzte Abend in Südamerika und so haben wir es uns nochmal schmecken lassen 🙂 Ich habe mir 3erlei Ceviche gegönnt – könnte tatsächlich mein neues Lieblingsgericht werden 😀

Lima war garnicht so schlimm wie ich es erwartet hatte – der Stadtteil Miraflores ist eigentlich recht schön wenn auch sehr europäisch. Morgen geht’s dann gegen Mittag von Lima nach L.A. und abends von dort aus weiter nach Hong-Kong 🙂 Hasta luego America Sur!!!!!



Huacachina

27 04 2013

Mit dem sicherlich besten Bus während meiner Zeit in Südamerika (Full-Cama, eigenen Fernseher im Sitz, WiFi, gutes Essen etc) ging es für mich von Cusco (dort habe ich mir einen Tag Zwischenstop gegönnt um das Dortmund-Spiel sehen zu können….hat sich ja mit 4:1 auch gelohnt) nach Ica und von dort aus mit dem Taxi nach Huacachina. Huacachina ist eine Oase komplett umschlossen von riesigen Sanddünen und der Ort ist auch auf den alten 20-Soles-Scheinen.

Das Tai habe ich mir mit 2 Mädels aus England geteilt mit denen ich dann auch das Hostel bezogen habe. Dort noch 3 weitere Engländer (Nathalie, Vicki und Charlie) kennengelernt und dann ein wenig durch Huacachina gezogen was nicht wirklich lange dauert das es doch ein sehr überschaubares Fleckchen ist. Für den nächsten Tag dann noch Sandboarding gebucht und dann haben wir uns in das „Nachtleben“ gestürzt 😉 In einer Bar dann ein Paar getroffen das ich in Cusco kurz kennengelernt hatte – es ist rausgekommen das der Herr doch Geburtstag hatte also haben wir schön gefeiert. In einer anderen Bar dann noch mit Mexikanern zusammengesessen die in Lima studieren und dadurch auch nochmal Essenspartner für die Stadt klargemacht 🙂

Am nächsten Morgen kamen die Mädels dann auf die grandiose Idee sich irgendwas in Ihre Haare flechten zu lassen – da ich noch nicht ganz bei meinen wichtigsten Sinnen war habe ich das dann auch einfach gemacht 😉 Jetzt habe ich n Art Schwänzchen als Haarverlängerung in den Farben der Rastafari – wenn nicht hier wo dann 😉 Mittags haben wir dann alle im Pool relaxt bevor es um 16 Uhr dann losgehen sollte: Mit einem Buggy wurden wir abgeholt und sind erst einmal ein wenig durch die Sanddünen gerast – es war ein heiden Spass und wir waren meiner Meinung nach auch mega schnell unterwegs. Das ganze war wie eine Achterbahnfahrt nur geiler 🙂 An 6 verschiedenen Dünen sind wir dann zwischenzeitlich gestoppt um dort auf Boards runterzufahren. Da das ganze doch nicht so leicht war sind wir nach der ersten Düne alle auf dem Bauch runtergerast. Man hat eine unglaubliche Geschwindigkeit entwickelt da die Dünen doch sehr hoch und steil waren. Bei der letzten Düne hat es mich dann auch zerlegt – irgendwie bin ich bisschen quer gerutscht wodurch der Widerstand des Sands zu groß wurde und ich habe mich überschlagen – aber bis auf paar Schürfwunden und ein kostenloses Sand-Peeling ist nichts passiert 🙂 Danach haben wir noch in der Wüste den Sonnenuntergang angeschaut und waren abends alle zusammen essen.

Heute gehts für  mich mit Vicki, Nathalie und Charlie mit dem Bus weiter nach Lima – meiner allerletzten Station in Südamerika.



Titikakasee

24 04 2013

Nachdem ich mich nach insgesamt knapp 3 Wochen von allen Leuten aus dem Hostel in Cusco verabschiedet hatte ging es für mich mit dem Taxi zum Busbahnhof. Dort erst einmal noch 2 Argentinier getroffen mit denen ich den Inca-Trail gewandert bin bevor mir von meiner Busagentur gesagt wurde das der Bus an Plattform 4 abfahren würde. Gut – ich also an Plattform 4 gegangen und stand dann genau so doof da wie viele andere weil eben kein Bus kam…..neben mir u.a. auch Helen und Natasha aus Australien. Wir also zu dritt auf die Suche gegangen und herausgefunden das der Bus wo komplett anders abfährt – naja, am Ende hat dann doch alles geklappt. In Puno angekommen haben wir noch kurz zusammen gequatscht und uns dann verabschiedet weil ich bereits eine Tour für den gleichen Tag gebucht hatte. Ich wurde also von meiner Agentur abgeholt und habe dann erst einmal knapp 2 Stunden warten müssen bevor es losgeht. Als wir dann auf dem Boot waren hatte ich schon eine böse Vorahnung weil meine Gruppe doch nur aus langweiligen Päärchen bestande….aber wer kommt dann ins Boot rein? Jep – Helen und Natasha 😀 Hab mich riesig gefreut weil wir uns von Anfang an gut verstanden hatten. Neben den beiden kamen dann noch ein paar nette Leute aufs Boot sodass die Gruppe doch recht cool war 🙂

Zunächst ging es etwa 2 Stunden lang über den Titikakasee (übrigens der höchstgelegene beschiffbare See der Welt) zu den Floating Islands – Islas Uros. Die Einheimischen haben wir auf der Basis von Schilf Inseln gebaut auf den sie schlafen, kochen und auch sonst alles machen was halt zu machen ist. Das ganze dort war doch leider ein wenig zu touristisch sodass ich mich etwas unwohl dabei gefühlt habe. Naja – nach etwa 30 Minuten ging es nochmal knapp 1 ½ Stunden mit dem Boot weiter zur Isla Amantani. Dort wurden wir auf unsere Familien verteilt bei denen wir essen und auch schlafen sollten. Ich habe mir meine Familie mit Minna (eine Schweiz-Schweden-Amerikanerin) „geteilt“. Es gab erstmal lecker Sopa de Quinua, danach Reis mit Kartoffeln und Käse und zu guter letzt einen leckeren Nuña-Tee 🙂 Nach dieser Stärkung wurde erstmal Siesta gemacht bevor es dann sportlich wurde. Wir haben nämlich danach auf knapp 3.700 Metern mal schön gegen die Einheimischen Fussball gespielt – meine Fresse hat mir danach die Lunge gebrannt…..aber natürlich durfte die altbekannte Mutschler-Grätsche nicht fehlen 😛 Danach ging es mit der ganzen Gruppe auf den Gipfel der Insel gewandert. Bevor wir von dort den wundervollen Sonnenuntergang gesehen haben ist jeder je 3-mal um den Tempel Pachamama gegangen um sich bei jeder Runde etwas zu wünschen – soll wohl funktionieren….ich hätte nix dagegen 🙂 Nach dem Sonnenuntergang ging es dann zurück zu unseren Familien um zu Abend zu essen. Minna und ich haben uns dabei super mit der ältesten Tochter der Familie über Ihre Schule, Lieblingsfächer usw unterhalten….und sie hat uns gefragt ob unsere Flüsse uns Seen in Europa denn auch voller Süßwasser wären – herrlich 🙂 Danach wurden wir dann in die traditionelle Kluft geworfen mit den wir dann auf eine Feier gegangen sind. Obwohl mir das ganze doch etwas zu touristisch rüberkam hatte ich meinen Spaß und wir haben viel getanzt 🙂

Am nächsten Morgen dann erstmal Frühstück, dann von unseren Familien verabschiedet und zum Hafen gegangen wo unser Boot gewartet hat. Als nächstes Stand die Isla Taquile an – hier sind wir auch wieder ein wenig umhergewandert: Zunächst ging es ins „Stadtzentrum“ und von da aus nochmal ca. 30 Minuten bergauf zum Gipfel der Insel. Von dort aus hatte meinen einen wunderbaren Überblick über den See und die umliegenden Inseln. Danach sind wir weiter in ein Restaurant gegangen und haben neben der Sopa de Quinua auch noch lecker Trucha a la Planacha gegessen – das ist ein Fisch aus dem See und der hat hervorragend geschmeckt 😀 Kann man sichs vorstellen – der Mutschi trinkt mittlerweile Kaffee und isst Fisch 😛

Danach sind wir zurück zum Boot gewandert, sind kurz im eiskalten Titikakasee geschwommen und sind dann zurück aufs Boot um nach Puno zurückzukehren. Den Großteil der Rückfahrt habe ich mit Minna, Natasha und Helen glücklich auf dem Dach des Boots verbracht – bis mir unser Guide dann mit dem Radio in der Hand verkündet hat das Bayern 4:0 gegen Barcelona gewonnen hat. Ich wusste nicht ob ich mich freuen sollte auf Grund des Ergebnisses oder ob ich mir in den Allerwertesten beissen sollte weil ich das Spiel nicht sehen konnte…..nach ca 5 Minuten purer Aufregung habe ich mich dann für ersteres entschlossen 😉 4:0 – der HAMMER 😀

Der Titikakasee und die umliegenden Buchten bzw die Inseln haben mir sehr sehr gut gefallen. Wir immer auf meiner Reise war das Wetter tadellos, ich habe mal wieder nette Leute kennengelernt und freue mich das ich nach Cusco nochmal zum Titikakasee zurückgekehrt bin um 2 wundervolle Tage zu haben 🙂 Jetzt noch 7 Tage Südamerika und dann auf nach Asien 😀



Cusco

21 04 2013

Nach einer Luxus-Busfahrt (nach dem Busunglück wird bei Bussen kein Geld mehr gespart) von Arequipa bin ich morgens früh um 6 Uhr in Cusco angekommen. Taxi genommen und Hostel bezogen – danach bin ich mit Mark (einer der Holländer mit denen ich gereist bin) bisschen durch die Stadt gezogen, haben auf einem Markt was gegessen und dann musste ich mich auch schon von ihm verabschieden da er am frühen Abend weitergefahren ist. Abends haben wir dann mit einigen Leuten gemütlich was getrunken.

Tagsdrauf sind wir wiederum auf den Markt gegangen da die kostenlose Walking-Tour nicht stattgefunden hat. Nach dem Markt habe ich mich dann mit Diede und Hanke auf einen Kaffee verabredet da auch die beiden zufällig in der Stadt waren und abends weitergefahren sind….also wieder eine Verabschiedung 🙁 Danach habe ich erst einmal eine Dschungel-Tour in den Nationalpark Manu für Sonntag gebucht – 4 Tage Sonne, Dschungel und viele Moskitos 😉

Freitags fand dann endlich die Walking-Tour statt bei der wir wie der Name schon sagt durch die Stadt gelaufen sind….aber wir habe auch Museen besucht, uns wurde ein wenig über die Silber- und Wollproduktion erzählt und es gab am Ende noch Maisbier und Pisco zur Verabschiedung 🙂 Abends gabs bei uns um Hostel Live-Musik aus Peru und es war einfach nur genial. Da sehr viele Locals im Hostel waren konnten die meisten mitsingen und das Latinotemperament hat das ganze dann zu einer riesen Party werden lassen 😀

Samstags waren wir verständlich alle sehr angeschlagen sodass wir gegen Mittag lediglich auf den Markt was essen und trinken gegangen sind 😉

Sonntags ging es dann auf zum Nationalpark Manu – was da so los war kann man im Artikel Manu nachlesen 😛

Mittwochs bin ich dann spät abends im Hostel angekommen und hab mit einigen Freunden die ich von der Zeit vor Manu kannte einen gediegen Abend an der Bar verbracht. Am Tag darauf sind wir mit einigen auf den Berg in Cusco gewandert von wo man zum einen einen überragenden Überblick über die Stadt hat, zum anderen aber auch die Jesus-Statur und die Inkastätte Sacsayhuamán besichtigen kann. Danach gings noch zu Jack`s Cafe wo es den besten Brownie der Welt gibt – so dermassen schokoladig 😀

Freitags war ich dann mal richtig „fleißig“ – abgesehen davon das ich auf dem Markt Mittagessen war, habe ich auch Wäsche gewaschen, einige Dinge mit meiner Reiseagentur wegen dem Bhutan geklärt, ein Paket mit Winterklamotten zurück nach Deutschland geschickt und ein neues Buch besorgt……und ich hab Meerschweinchen gegessen 🙂 Abends hat dann wieder ne Band bei uns im Hostel gespielt und wir haben es krachen lassen 😉 Samstags stand dann bei uns im Hostel der Harlem Shake an – um 11 Uhr morgens gings damit los und danach gabs bei Freigetränke. Dementsprechend hat jeder danach erst einmal Siesta gemacht 😀 Abends war es dann auch eher ruhiger obwohl auch wieder die Band gespielt hat. Sonntags dann alle restlichen Dinge für den Inca-Trail besorgt, mit der Agentur telefoniert weil ich noch nen Schlafsack ausleihen musste und wie so oft gings auch nochmal auf den Markt.

Montagmorgen ging es dann für 4 Tage auf den Inca-Trail und nach Machu Picchu – wie es mir dort ergang ist im Bericht Inca-Trail und Machu Picchu nachzulesen.

Donnerstag bin ich dann sehr spät zurückgekommen und hab nur nen kleinen Absacker mit 2 Mädels getrunken mit denen ich den Inca-Trail gewandert bin. Freitags dann ganz brav Bilder hochgeladen und Blog geschrieben, mit meiner Bhutan-Agentur meine Hotels für meine Zeit dort abgeklärt, bisschen um Buch gelesen und natürlich auf dem Markt gewesen. Abends stand dann wie gewohnt die Live-Band und BBQ auf dem Programm. Gabi und Ivan aus Argentinien die auch mit mir auf dem Inca-Trail waren im Hostel zu Besuch und es war ein sehr sehr sehr langer und anstrengender Abend……samstags ging nix, aber auch garnix. Mittags ein Busticket für Sonntagabend in Richtung Puno gekauft, abends sind wir bei einem Chinesen Essen gegangen, danach wurde noch bisschen gelesen und das wars dann auch schon 😉

Meine Zeit in Cusco werde ich nie vergessen. Abgesehen von Manu und Machu Picchu ist die Stadt an sich wunderschön, mein Hostel der absolute Wahnsinn. Ich habe einige nette Leute kennengelernt die ich wohl höchstwahrscheinlich zu bald nicht wieder sehen werde. Meine Zeit in Südamerika geht so langsam aber sicher dem Ende entgegen – zum einen schade weil ich hier doch so einige geile Sachen erlebt habe…..aber mit der Aussicht 7 ½ Monate in Asien verbringen zu können fällt mir der Abschied dann nicht mehr ganz sooo schwer 😉

 



Inca Trail und Machu Picchu

19 04 2013

Inca Trail – Machu Picchu – eines der neuen 7 Weltwunder – für mich die perfekte Stadt! Mehr gibts eigentlich nicht zu sagen aber ich will mal nicht so sein und etwas ausschweifender sein 😉 Wem Machu Picchu nichts sagt bzw wer zumindest noch nicht einmal ein Bild davon gesehen hat bitte nicht weiterlesen – ihr seit es nicht würdig 🙂

Angefangen hat das ganze Montagmorgen um 6 Uhr. Meine Gruppe aus 19 Leuten (13 Argentinier, 5 Amerikaner und meine Wenigkeit) sind dann erst einmal 3 Stunden mit dem Bus zu unserem Startpunkt gefahren. Dort noch mit Snacks und Wanderstöcken ausgerüstet und schon konnte es losgehen – auf dem Inca-Trail 42 km hoch und runter in Richtung Machu Picchu. Ich wurde auf Grund meines kleinen Rucksack doch zunächst belächelt da alle anderen vollbepackt ankamen – tja, nach 2 Tagen war der Mutschi aber nicht mehr der dumme Deutsche sondern ein cleveres Bübchen….aber dazu später mehr 😉 Der erste Tag war recht angenehm, nach etwa 2 Stunden gab es Mittagessen und danach ging es noch einmal etwa 3 Stunden etwas bergauf in Richtung unseres Camps. Auf dem Weg sind wir an atemberaubenden Landschaften und einigen Inkastätten vorbeigewandert. Am Camp angekommen gabs dann unser Abendessen und eine Vorbesprechung für den nächsten Tag – denn der sollte sehr hart werden. Von 3.100 Metern ging es rauf auf 4.200 Meter und dann direkt wieder steil bergab auf 3.600 Meter.

Am nächsten Morgen sind wir dann alle nach unserem Frühstück (geweckt wurde um 5:30 – los ging es um 6:30) losgetigert – jeder sein eigenes Tempo da auf Grund des steilen Anstiegs viele doch ein sehr unterschiedliches Tempo anschlagen. Ich konnte – auch auf Grund meines kleinen und leichten Rucksacks ein sehr ordentliches Tempo gehen sodass ich einige andere Gruppen überholt habe…..am Ende bin ich nur noch mit den Portern gewandern. Die Porter machen einen unglaublichen Job: Die Jungs tragen rund 20 kg auf den Rücken, teilweise hochgestabelt ohne Ende, bauen die Camps auf und ab, kochen etc…..die Jungs haben es echt drauf! Am riesigen Camp angekommen sollte eigentlich einer unserer Porter eine Flagge hissen damit wir wissen wo unser Camp ist. Ich dort angekommen, rumgetigert wie ein Irrer, nix gefunden…..15 Minuten gewartet bis endlich unser Porter kam. Der war total entsetzt was ich denn schon hier machen würde – für die angeschlagenen 7 bis 10 Stunden Weg habe ich lediglich 5 1/2 gebraucht. Tja – mittlerweile haben dann auch die anderen aus der Gruppe gemerkt das ein kleiner Rucksack manchmal nicht so doof ist 😛 Am Camp hatten wir eine wunderbare Aussicht über das Tal. Am restlichen Tag war Erholung angesagt die wir auch alle benötigt haben.

Mittwochmorgen dann das gleiche Prozedere: Aufstehen um 5:30, Frühstück und danach gings los. Diesmal recht gediegen mit leichtem Auf- und Abstieg bis zum Mittagessen. Zwischendurch konnten wir noch die Inkaruine Sayaqumarka besichtigen. Hoch auf einem Hügel über dem Tal hat mich das ganze an eine mittelalterische Burg errinnert – nur irgendwie in schön 😉 Während dem Mittagessen hat es dann leicht angefangen zu nieseln und ich bin recht schnell mit Santiago aus Buenos Aires weitergezogen. Nach und nach hat es mehr geregnet und es hat schliesslich einfach nur noch gegossen wie aus Kübeln 🙁 Luciando aus Cordoba war mittlerweile mit in unserer Gruppe und wir haben ein krankes Tempo angeschlagen um am Camp anzukommen. Durch den Nebelwald (keine Ahnung wie ich sonst Cloudforest übersetzen sollte) ging es noch an Inkaterassen vorbei bis wir schliesslich komplett durchgenässt am Camp angekommen sind. Die Porter hatten mal wieder nicht mit uns gerechnet und hatten unser Essen- und Aufenthaltszelt in ein Spielcasino verwandelt 😉 Etwas überrascht haben sie aber dann doch Platz gemacht damit wir uns aufwärmen und unsere Sachen trocknen konnten. Nach dem Abendessen bin ich auch direkt in den Schlafsack gefalle weil ich einfach nur hundemüde war….und am nächsten Morgen mussten wir um 3:30 aufstehen.

Nächster Morgen, sau früh wurden wir geweckt. Ich war immer noch hundemüde und hab dem Guide gesagt das ich 3 Stunden später mit den Porter nachkommen weil ich einfach noch schlafen musste……Ja – genau 😀 Ich war hellwach!!! Knapp 3 Jahre habe ich seit meiner Reiseplanung von dem Tag geträumt und schliesslich war es so weit. Schnell gefrühstückt und los ging es etwa eine Stunde und Richtung Puerta del Sol von wo aus wir Machu Picchu betreten sollten. Der Guide lief als erster voran, ich habe direkt an seiner Ferse geklebt! Als er dann meinte nur noch knapp 15 Minuten weiss ich nicht mehr was in mir vorging: Anspannung, Aufregung, Spass, Gänsehaut….es war einfach verrückt so knapp davor zu sein. Dann zeigte der Guide etwa 50 Meter weiter und meinte das ist Puerta del Sol – die Aufregung stieg weiter. Am Sungate angekommen schaue ich runter auf die atemberaubende Stadt Machu Picchu und den Berg Wayna Picchu dahinter. Fuck, geil, der absolute Hammer, Wahnsinn, sprachlos, GEIL, Wow, sprachlos……alles auf einmal 🙂 Ich kann es nicht in Worte fassen wie ich mich gefühlt habe aber es war ein gutes Gefühl 😉 Nach einiger Zeit dort oben sind wir dann weiter in Richtung Machu Picchu gewandert, haben dort die Standart-Postkarten-Fotos geschossen und sind dann rein in die Stadt. Machu Picchu ist einfach nur perfekt – das ist mir während der 2-stündigen Tour bewusst geworden. Nur einige Beispiele wie exakt und meiner Meinung nach perfekt die Stadt ist: Zunächst die Gebäude und die Steine die alle perfekt aufeinander passen, angepasst wurde das ganze lediglich mit Steinen als Werkzeug. Zur Sommersonnenwende am 21. Juni scheint die Sonne durch das Puerta del Sol genau ins das eine Fenster des Sonnentempels, zur Wintersonnenwende am 21. Dezember durch das andere…..und und und. Ich konnte mir nicht alles merken da ich von der Schönheit der Anlage einfach zu gefesselt war. Kurz vor 11 Uhr bin ich mit Luciando noch den Berg Wayna Picchu direkt hinter Machu Picchu hochgeklettert. Das dürfen nur 400 Leute pro Tag da der Weg dorthin einfach zu eng, zu steil und mit mehr Leuten zu gefährlich wäre. Oben angekommen hat man eine überragende Sicht über die Stadt….es war wieder einfach nur genial, schön, atemberaubend. Danach ist Luciando bereits in die Stadt Aguas Calientes mit dem Bus gefahren – ich bin nochmal hoch zur Inkabrücke um die Aussicht über Machu Picchu und Wayna Picchu zu geniessen. Eine halbe Stunde habe ich noch dort gesessen und einfach nur alles genossen. Danach bin auch ich in die Stadt – jedoch gelaufen da ich keine Lust hatte 10 US$ für nen dummen Bus zu bezahlen 😉

Der Inka-Trail war schon wahnsinnig schön…..aber der Tag in Machu Picchu war definitiv einer der besten Tage meines gesamten Lebens!!! So lange habe ich mich darauf gefreut diesen wunderbaren Ort zu besuchen – und schliesslich war der Tag da. Das Wetter hat wie so oft auf meiner Reise mitgespielt sodass es einfach nur der Wahnsinn war. Machu Picchu….für mich die perfekte Stadt!



Nationalpark Manu

13 04 2013

Tja – das war mal wieder ne Aktion um in den Nationalpark Manu zu kommen. Morgens um 5:30 wurde ich nach 2 Stunden Schlaf vom Bus abgeholt und habe dann erst einmal 3 Stunden geschlummert bis es Frühstück gab. Nach einer kurzen Frühstückspause ging es dann weiter auf einer holprigen Strasse in Richtung Dschungel…..aber dann, dann gabs auf einmal keine Strasse mehr. 30 Minuten bevor wir an die Stelle gekommen sind gab es dort nämlich einen großen Erdrutsch bei dem einfach mal die Strasse komplett abgesackt ist. 100 Meter gings dort runter!!! Also mal wieder Glück gehabt. In den nächsten 7 Stunden haben dann zwei Bagger versucht ein Teil des Felses abzutragen um einen winzigen Gang zu erstellen auf dem wir dann auf die andere Seite gehen konnten. Um etwa 19 Uhr war der gang dann fertig und die ersten Leute sind rübergegangen – aber dann hat sich wieder ein Stück Fels gelöst und es sind einige kopfgroße Brocken runtergefallen – zum Glück ist gerade in dem Moment keiner rübergegangen…..denn sonst wären die leute einfach mal tot gewesen! Vom Fels getroffen, 100 Meter tief fallen – keine gute Aussichten. Ich mach ja fast jeden Scheiss mit – aber das war dann zu viel. Ich bin zu unserem Guide gegangen und habe ihm die Meinung gegeigt das ich da sicherlich nicht durchgehen und ich umkehren möchte. Er meinte dann das es tatsächlich „nicht so sicher aussieht“. Also ich zurück zum Bus und gewartet das wir umkehren – aber der Guide kam einfach nicht. Ich also wieder zur „Unglücksstelle“ gelaufen und wollte ihm so nen richtigen Einlauf verpassen, aber zu dem Zeitpunkt war der Durchgang mittlerweile doch garnicht mehr soooo unsicher – von sicher konnte aber auch keine Rede sein. Also einfach meine Rucksäcke gepackt und drübergangen – hab überlebt 😉 Danach gings dann noch 2 Stunden weiter in Richtung Dschungel bis wir endlich unseren wohlverdienten Schlaf erhalten haben. Fazit des Tages: In Sachen Sicherheit haben die Peruaner absolut einen an der Klatsche, ich habe aus lauter Langeweile/Warten ein ganzes Buch gelesen und ich habe überlebt 🙂

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus zunächst zu einer Art Aufzuchtstation für verletzte Tiere. Dort haben wir 2 Affen, ein 4 Monate altes Faultier und einige Papageie gesehen. Danach ging es mit dem Boot tiefer in den Dschungel hinein. Nach einer kleinen Mittagspause sind wir dann rund 4 Stunden durch den Dschungel gewandert, haben wahnsinnig schöne Aussichten geniessen können, haben 2 weitere Affen und eine Tarantel gesehen 🙂 Da es die Nacht darauf ziemlich stark geregnet hat fiel unsere Nachtsafari leider ins Wasser – dafür gabs nach dem Frühstück dann etwas Action. Per Zip-Line gings durch den Dschungel und dann haben wir uns von der Plattform rund 35 Meter in die Tiefe abseilen müssen – hat riesen Spass gemacht 🙂 Danach sind wir noch ein bisschen durch den Dschungel gestapft, haben Vögel beobachtet und noch eine weitere Affenart gesichtet. Nach der Mittagspause gings dann auf einen nahegelegenen See wo wir noch mehr Vögel sichten konnten. Leider war das auch schon die letzte Gelegenheit den Dschungel zu besuchen da wir am nächsten Morgen bereits wieder auf dem Rückweg waren…..in 12 Stunden mit Boot und Bus gings zurück nach Cusco.

Manu war auf jeden Fall sehr schön. Leider war meine zeit dort zu kurz und meine Gruppe, die aus einem polnischen Paar bestand, war doch sehr langweilig. Nicht desto trotz bin ich sehr froh das ganze gemacht zu haben 🙂



Arequipa

2 04 2013

Nachdem ich die letzten beiden Tag in La Paz mich noch von Vivi, Grama und Pablo verabschiedet hatte und mit Pablo noch auf dem WM-Qualispiel Bolivien gg Argentinien war musste ich also weiterziehen. Da die Strasse nach Copacabana gesperrt war auf Grund von Protesten bin ich direkt weiter nach Arequipa in Peru….naja, direkt heisst über Puno mit 2 Stunden warten an der Grenze zu Peru. Da nahezu jeder entweder weiter nach Arequipa oder Cusco wollte und dazu auch noch die Tage vor Ostern waren war dort die Hölle los…..aber ich bin wie immer gut durchgekommen und hab meinen Stempel bekommen 🙂

In Puno beim Umsteigen habe ich dann Easy aus Israel kennengelernt – er ist ins Wild-Rover-Hostel gegangen (ein wirkliches Partyhostel) und hat mich gefragt ob ich denn nicht mitkommen wolle……ich bin mitgekommen was aber evtl nicht die beste Idee meines Lebens war 😉 Die nächsten 4 Tage wurde komplett durchgefeiert – morgens aufstehen, im Pool frühstücken und weitergings! Nach 4 Tagen habe ich dann meine persönliche Fastenzeit gestartet….zwar zu spät aber besser zu spät als nie 😉 Montags habe ich dann letztendlich nach 5 Tagen morgens eine Tour in den Colca-Canyon gemacht. Der Colca-Canyon ist der zweitgrößte/tiefste der Welt und somit größer als der Grand Canyon. Dort haben wir verschiedenen schöne Aussichtspunkte besucht, haben Kondore beim fliegen beobachtet, haben Vicunas und Alpakas beim Nixtun gesehen und einfach einen schönen Tag gehabt 🙂 Abends sind wir zuerst noch ausserhalb des Hostels was essen gegangen und sind dann über die Plätze von Arequipa geschlendert die abends immer sehr schön beleuchtet sind. Danach dann noch mit einigen die auch nicht mehr feiern konnten einen Film gesehen („Argo“ – sehr guter Film) und ins Bett gegangen 🙂

Am nächsten Morgen dann meine Weiterreise nach Cusco für die kommende Nacht geklärt und ansonsten einen sehr entspannten Tag mit Elena und Elena aus der Schweiz in Arequipa verbracht. Die Stadt ist wirklich sehr schön und ich bedauer ein wenig auf Grund des Partymarathons nicht mehr von der Stadt gesehen zu haben…….aber man lernt ja aus Fehlern 🙂

Als „kleine“ Randerscheinung gilt noch zu sagen das am gleichen Tag an dem ich  mit dem Bus von Puno nach Arequipa unterwegs war dort auf gleicher Strecke ein Bus verunglückt ist und 27 Leute gestorben sind. Mir gehts gut, alle Freunde die rund um die zeit dort unterwegs waren geht es auch gut….trotzdem war es schon krass das zu erfahren.