San Pedro de Attacama

24 02 2013

Da ich, wie bereits geschrieben, nicht nach Mendoza reisen konnte habe ich einen Zwischenstop in La Serena gehabt bevor es dann schlussendlich nach San Pedrro gehen konnte. In La Serena hab ich in den 2 Tagen nicht wirklich viel unternommen – bisschen rumgeschlendert, am Strand gechillt und ansonsten auf dem Dach des Hostels relaxt 🙂

In San Pedro angekommen bin ich erstmal durch das Dorf gelaufen um mein Hostel zu finden. San Pedro hat rund 4.000 Einwohner und außer der Wüste nix zu bieten, d.h. jeder der dort wohnt ist abhängig vom Tourismus. Das merkt man natürlich, gibt dem Dorf aber auch einen gewissen Charme 🙂 Im Hostel angekommen war ich erstmal nur von Chilenen umgeben die kein Englisch gesprochen haben….ich hab es mit meinem Spanisch dann aber doch hinbekommen mich mit denen zu unterhalten und ordentlich zu feiern 🙂 Irgendwie wird überall wo ich absteige gefeiert….liegt das an mir oder an den Hostels ;)?! Am Tag drauf habe ich vormittags 2 Touren gebucht und dann den restlichen Vormittag in der Hängematte gechillt 😉 Am späten Nachmittag ging es dann in die Valle de la luna – Moonvalley. Der Name kommt daher das die ganze Gegend wie der Mond aussieht – war doch sehr beeindruckend muss ich sagen. Atemberaubende Felsen, Dünen und einfach die trockenste Wüste der Welt! Am frühen Abend sind wir dann noch zu einer Aussichtsplatform gefahren um den Sonnenuntergang anschauen zu können.

Am frühen Morgen danach ging es dann um 4 Uhr in Richtung Geysire – das Geysirfeld ist das drittgrößte der Welt und liegt auf rund 4.500 Metern. Ich bin aus dem Bus ausgestiegen, hab mit dem Guide bisschen geredet und musste dann nach 10 Sekunden erstmal ne Pause machen um ordentlich Luft zu nehmen 😉 Also die Höhe hat man dort schon bemerkt – hatte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet gehabt….aber man lernt ja dazu 🙂 Wir haben dort also den Sonnenuntergang angeschaut und uns mehrere verschiedene Geysire angeschaut. Auf dem Rückweg ging es dann noch in kleines Dorf wo ich dnn das erste mal Lama gegessen habe – sehr lecker 😀

Zurück im Dorf habe ich dann noch meine 3-Tages-Tour nach Uyuni für den nächsten Tag gebucht. In meinem Hostel waren am Tag zuvor 2 Mädels abgestiegen die mir eine Agentur empfohlen haben…dort war dann zum Glück auch noch ein Platz für mich frei 🙂 Abends haben wir, Conny und Vera (Deutschland), Diede, Hanke und Mark (Holland) dann nochmal richtig ordentlich und lecker gegessen das wir doch sehr unterschiedliche Dinge über das Essen auf der Tour gehört hatten.

Attacama war wieder ein Highlight auf meiner Reise – nach einigen Städten tat es gut wieder etwas außergewöhnliches und im warhsten Sinne des Wortes atemberaubendes sehen zu können 🙂



Valparaiso

13 02 2013

So – diesmal fängt mein bericht nicht mit einer Busfahrt sondern mit einem Flug an. Nach unserem letzten Sonnenuntergang und unseren letzten Empanadas auf Rapa Nui gings zusammen mit Dave zum Flughafen. Da Dave durch seltsame Gründe seine RTW-Ticket in der Business Clas günstig kaufen konnte waren wir zwingend getrennt – aber Dave hatte die Idee das ich mich doch einfach auf seinen Platz setzen könnte und er sich neben mich setzt…..auf allen seinen bisherigen Flügen war der Platz neben ihm nämlich frei. Wir uns also hingesetzt wurden wir auch schon direkt gefragt ob wir Champagner oder Pisco-Sour trinken wollten 🙂 Ich schön nen Pisco bestellt und als die Dame und die Getränke samt Snacks gebracht hat habe ich direkt den nächsten bestellt 😛 Als ich dann den zweiten getrunken hatte wurde es voller in der Business-Class und die Sterwardess hatte mehr sitzwillige Fluggäste als Sitze. Also wurden die Boardkarten aller Gäste überprüft 🙁 Bei mir angekommen meinte sie ich müsse mich doch umsetzen – ich meinet nur das ich das wüsse aber noch bisschen mit meinem Freund reden wollte 😉 War alles kein Problem – ich hab mich in die Holzklasse umgesetzt hatte aber dafür zwei superleckere Pisco-Sour bekommen 😀

In Santiago dann angekommen ging es für mich direkt mit dem Bus weiter nach Valparaiso. Dort hundemüde angekommen bin ich erst einmal meinen Berichts- und Fotohochladepflichten nachgekommen 🙂 Nachmittags habe ich dann eingekauft um lecker kochen zu können – ich hatte aber viel zu viel sodass ich eine Gruppe anderer Reisenden zum Essen eingeladen habe. Die haben dafür dann Getränke besorgt….die Reise ging also mal wieder wie gewohnt weiter 🙂 Sind nach dem Essen dann in eine Kneipe und danach noch in einen Club…..um 6 Uhr war ich zurück im Hostel: Das Leben auf Reisen ist manchmal echt kein Ponyhof 😛

Am Tag danach bin ich mit einem Franzosen (dem ehrlich gesagt bisher langweiligsten Menschen den ich auf meiner Reise kennengelernt habe) und einer chilenischen Familie auf Hafenrundfahrt gewesen. War eigentlich ganz witzig – nur der Franzose hat genervt 😉 Auf dem Rückweg zum Hostel tipt mich auf einmal jemand von hinten an und meinte nur „Sorry Mister – what you are doing here?!“. Dave mit dem ich 1 1/2 Monate gereist bin war auch in der Stadt was ich nicht wusste 😀 Meine Freude war riesengroß weil alles so überaschend kam 🙂 Also natürlich abends bei mir im Hostel verabredet um trinken zu gehen. Angeschlagen wie wir aber beide waren sind wir schlussendlich im Hostel geblieben hatten aber dennoch einen witzigen Abend. Am nächsten Tag bin ich dann mit ihm bisschen durch die Stadt gezogen, wir mussten uns Tickets am Busbahnhof besorgen (er nach Santiago und ich nach Mendoza), waren essen und haben dann den Vorabend im Hostel wiederholt 🙂 Da ich leider nur ein Ticket für den 13. Februar bekommen habe war ich nach Busbahnhof und vor dem Essen noch auf der Suche nach einem Hostel. Ich hatte auch ein nettes gefunden und mir wurde ein Bett zugesagt. Da ich dem Hostelbesitzer meine Geschichte von Mendoza und dem Ticket erzählt habe ist Becki aus England auf mich aufmerksam geworden. Sie meinte die Grenze sei momentan wegen Unwetter geschlossen und die Busse würde nicht durchkommen….bitte what?! Naja – die Hoffnung stirbt zuletzt dachte ich mir.

Also am 12. Februar dann morgens das Hostel gewechselt, mit Becki und Grace (die abends am 12. nach Mendoza fahren wollten) bisschen einkaufen gewesen und die Stadt mit all den bunten Bilder und Grafitis angeschaut. Bevor die Mädels abgereist sind habe wir abgemacht das sie mich darüber informieren wie es mit der Grenze aussieht. Am 13. dann morgens die Info das die grenze noch zu sei und die Mädels in La Serena sind…..na toll – ich erneut zum Busbahnhof gelaufen um abzuklären wie es mit der Grenze aussieht: Geschlossen noch mindestens bis zum 14. Februar 🙁 Was ne Gülle dachte ich mir – mir wurde das ganze aber auch bunt sodass ich mein Ticket umgebucht habe um abends dann auch nach La Serena zu fahren.

Also – wir ihr sehen könnt ist man selbst auf Reisen nicht immer sein eigener Herr….aber es gibt schlimmeres 😉 Valparaiso war doch sehr witzig da ich vorallem Dave wieder sehen konnte. Abgesehen davon ist die Stadt einfach nur wahnsinnig bunt: An jeder Ecke und an jedem Dach sind Grafitis was der Stadt etwas sehr Spezielles und Einzigartiges verleiht!



Rapa Nui – Isla de Pascua – Osterinsel

9 02 2013

a – da war der Herr Mutschler auf der Osterinsel 🙂 Wie bereits in meinem Bericht von Santiago geschrieben war es doch eine schwer durchzeschte Nacht vor meinem Flug. Dank meines guten Schlafs während den ca. 6 Stunden Flugzeit ging es mir aber überraschenderweise sehr gut als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin – verständlich wenn man auf einmal vor Palmen steht und Blumen bekommt wenn man das Flughafengebäude betritt 🙂 Von meiner Hostelbesitzerin mit dem Taxi abgeholt ging es danach erstmal schnell ins Internetcafe da ich mit Goro Kontakt aufnehmen musste. Goro war mit mir in der Antarktis und zeitgleich auf Rapa Nui. Also schnell kontaktiert und 30 Minuten später standen wir dann schon voreinander 🙂 Wir haben uns dann dazu entschlossen Fahrräder auszuleihen um ein wenig die Insel zu erkunden. Es war – im Vergleich zum Tag danach – ein eher kleinere Runde bei der wir dennoch unsere ersten „Köpfe“ und auch schöne Buchten sehen konnten. Abends haben wir uns dann an den Hafen gesetzt und mit Tamara (aus meinem Hostel) ein Bier beim Sonnenuntergang getrunken. Auf dem Heimweg wurden wir dann noch von 3 Rapa Nuis eingeladen doch zuzuschauen wie sie ihre Boote für den Triathlon bauen – aus Bast wurden die geflochten und sie meinten das sie insgesamt einen Monat dafür gebraucht haben.

Am Tag danach sollte es dann die ganz große Runde werden – mit den Fahrrädern sind wir zunächst ca. 90 Minuten bis zum Anakena-Beach gefahren. Dort wurde dann aber auch erstmal schön Pause gemacht, wir sind geschwommen und haben das Wetter genossen. Danach ging es über Puckelpiste zu den Ahu Tongariki – 15 nebeneinanderstehende Köpfe. Einfach nur atemberaubend endlich das zu sehen wovon viele nicht einmal zu träumen wagen. Quasi gegenüber der Ahu Tongariki ist der Vulkan Rano Raraku an dessen Aussenwand einige unvollendete Köpfe stehen – auch ein sehr bekanntes und beliebtes Motiv. Als wir mit der Besichtigung fertig waren ging es dann auf den Rückweg…..etwa 1 Stunden bevor wir ankamen sind wir an einigen Rapa Nuis vorbeigefahren die am Meer gegrillt und gezeltet haben. Sie haben irgendwas zu uns gerufen und da wir sie nicht verstehen konnten sind wir stehengeblieben. Es hat sich herausgestellt das sie wollten das wir stoppen um uns zu etwas Fisch einzuladen 🙂 Mit etwas Limette einfach das Fleisch mit den Fingern vom Fisch genommen – superlecker 🙂 Dann hat er uns noch gefragt ob wir denn nicht Whiskey trinken wollten….ich bin ja kein Unmensch und hab zugesagt: Also mit dem Herr noch Johnni Walker getrunken 🙂 Die erste super Begegnung mit Einheimischen – es sollte nicht die letzte sein! Abends haben wir uns dann auf dem Tapati-Festivalgelände die Eröffnungsfeier angeschaut bei der viel getanzt aber leider noch mehr geredet wurde….aber es war ein guter Einstieg für die folgenden Tage.

Am nächsten Tag sollte auch schon ein Highlight anstehen – der Rapa Nui Triathlon am bzw. im Vulkan Rano Raraku. Vormittags wollte ich mich mit Goro und Tamara treffen um zusammen per Anhalter zum Vulkan zu kommen. Also bin ich ins Zentrum gelaufen und auf einmal denk ich mir „das Gesicht kennst du doch“! Dave – den ich am letzten Abend in Santiago getroffen hatte war mittlerweile auch angekommen und wir sind uns zufälligerweise über den Weg gelaufen 🙂 Also erstmal gefreut, entschieden das er mitkommt, in den Supermarkt um Bier zu kaufen und dann gings los. Nach etwa 5 Minuten hat uns eine Rapa Nui Familie im Pick-Up mitgenommen. Ich liebe es einfach hinten im Pick-Up zu sitzen, die Sonne scheint, der Wind bläst einem um die Ohren 😀 Am Vulkan angekommen war es doch recht voll das es der Anfang der Wettbewerbe war und jeder das natürlich mitbekommen wollte. Der Triathlon war eigentlich ein Quadrathlon und bestand aus Bootfahren, um den Vulkan rennen mit 2 Bananenstauden auf den Schultern, um den Vulkan rennen ohne alles und dann nochmal durch den Vulkan schwimmen……meine Fresse das waren vielleicht alles Maschinen. Die Frauen kamen auf Ihre Kosten denn die Jungs hatten mehr oder weniger nix an. Nach dem Event haben wir noch kurz dort was gegessen und dann mussten wir zurück in die Stadt. Ich kam bei einer Familie im Auto unter und als wir schlussendlich angekommen waren wurde ich gefragt ob ich denn Bier mag bzw ob ich fischen/angeln mag. Ich beides mit Ja beantwortet und 15 Minuten später saß ich auch schon mit Bier in einem Boot 🙂 Ich war dann mit dem Herr des Hauses und seinem Sohn im Pazifik angeln 🙂 Naja – ich war nicht wirklich angeln….ich habe es einmal probiert, hab komplett versagt und mich dann aufs Bier beschränkt, denn: Angeln ist auf Rapa Nui etwas anders. Auf einem faustgroßen Stein wurde rohes Hühnchen gedrückt, dieses wurde dann mit einer Schnur fixiert, dann wurde noch aufgeweichtes Brot dazugetan, noch mehr Schnur zum fixieren und das Ganze wurde dann ins Meer geworfen…..es hat irgendwie funktioniert denn nach und nach wurden mehr Fischen aus dem Wasser gezogen. Jetzt kommts aber noch: Um die Fische direkt danach zu töten wurde nicht etwas etwas auf deren Kopf gehauen…..NEIN! Die Jungs haben den Fisch genommen und denen ins Genick gebissen – das Geräusch dabei einfach unglaublich 🙂 Das zu erleben, auf einem Boot im Pazifik und dabei den Sonnenuntergang zu sehen – Rapa Nui: Ich habe mich in dich verliebt! Spätabends habe ich mich dann noch mit Goro und Conni getroffen die ich beim Triathlon kennengelernt hatte.

Am nächsten Tag hat uns Conni mit Ihrer Schwester dann mit dem Auto abgeholt und zum Rano Kau Vulkan gefahren. Der Vulkan ist recht groß, hat inselähnliche Grasfläschen im See und durch ein Art Fenster blickt man auf den offenen Pazifik – mal wieder ein atemberaubender Blick! Danach sind wir noch etwas weitergefahren um ein altes Rapa Nui Dorf zu besichtigen. An einem Art Loch habe ich noch zu Dave gesagt das ich keinen blassen Schimmer habe was das sein könnte – und darauf sagt ein etwas älterer Mann neben mir das es mir das erklären könne. Also bisschen zugehört, der Mann ist „etwas“ ausschweifend geworden aber schlussendlich haben wir auch erfahren warum er soviel wusste und uns soviel erzählen wollte: Der Mann war Charles Love – der wohl bekannteste Forscher über Rapa Nui. Er hat mehrere Bücher geschrieben und u.a. Beweise für Kanibalismus auf der Insel gefunden….krass 😉 Danach sind wir zurück in die Stadt, ich habe meine Sachen im Hostel gepackt und bin mit Jacob (der auch in meinem Hostel war) zum Campingplatz gezogen. Zum einen weil Dave dort gezeltet hat, zum anderen weil unser Hostel viel teurer und viel schlechter war als der Zeltplatz…..am dem Zeitpunkt war das erste was ich jeden morgen gesehen habe der Pazifik 🙂 Abends haben wir uns dann noch mit Connie auf dem Tapati-gelände getroffen, den Tänzern zugeschaut und gefeiert.

Tagsdrauf haben wir es sehr ruhig angehen lassen: Wir haben bei einigen Kunstwettbewerben zugeschaut, Empanadas gegessen und abends den Sonnenuntergang auf unseren Campingplatz am Meer betrachtet. Auch die kommenden tage waren alle sehr relaxt: Meist wurde solange geschlafen bis die Sonne das Zelt einfach zu sehr aufgeheizt hatte, wir haben am Meer gefrühstückt, sind aufs Festival gegangen und haben abends meistens an einen der verschiedenen Spots den Sonnenuntergang betrachtet. Einen Tag haben wir uns dann noch mit insgesamt 6 Leuten ein Auto gemietet um abgesehen von den Vulkanen und den Stränden noch einige Höhlen anzuschauen.

 

Rapa Nui war einfach nur traumhaft. Die Menschen waren zum Großteil superfreundlich, sowohl Frau als auch Mann (das wurde mir von den Frauen gesagt) sahen überdurchschnittlich gut aus und ehrlich gesagt gehört das was die Damen beim Tanzen mit Ihren Hüften anstellen verboten 😉 Ich bin sehr froh die spontane Idee gehabt zu haben nach Rapa Nui zu fliegen. Jeder der mit dem Gedanken spielt dorthinzufliegen – MACH ES!!!!!



Santiago de Chile

9 02 2013

Nachdem Marco und ich mich von einigen Leuten in Pucon verabschiedet haben ging es mit dem Nachtbus ca. 11 Stunden nach Santiago. Via U-Bahn dann irgendwie zu unserem Hostel in Bella Artes gekommen, konnten wir erstmal  nicht in unser Zimmer da Check-In erst um 14 Uhr war. Also haben wir unsere Rucksäcke eingeschlossen und sind ein wenig durch die Stadt spaziert. Wir sind durch einige Märkte geschlendert, haben einige Plätze besichtigt und hatten einfach einen gemütlichen Vormittag.

Nachmittags haben wir es uns dann auf dem Dach des Hostels gutgehen lassen und haben einfach mal nichts gemacht 😉 Gegen Abend sind Marco und ich dann durch Bella Vista geschlendert, haben lecker gegessen und ein wenig Marcos Abschied „gefeiert“ – es war wirklich ein lustiger Abend 🙂

 

Am nächsten Morgen bin ich dann früh aufgestanden da ich Jess, Bec und Sarah aus Australien begrüßen wollte die an diesem Tag auch in unser Hostel gezogen sind. Nachdem die Mädels angekommen sind, sind wir alle gemeinsam frühstücken gegangen. Marco musste dann zu seinem Flieger und so bin ich nach seiner Verabschiedung mit dem Damen mehr oder weniger den gleichen Weg wie am Vortag gelaufen um Ihnen ein wenig die Stadt zu zeigen. Nachmittags und abends stand dann eigentlich das gleiche Programm an wie tagszuvor: Verabschieden, da ich sowohl die Damen als auch Dave und Olly mit denen ich ja eine Weile gereist bin erst einmal nicht wieder sehen werde. Da mein Flug morgens um 9 Uhr ging meinten alle ich sollte doch einfach die Nacht durchmachen, morgens den Shuttle-Bus um 6:20 nehmen und dann wäre alles super…..naja – man macht ja viele bescheuerte Dinge auf so einer Reise und das war eine davon 😀 Also ging es erst einmal los mit einigen Drinks auf dem Hosteldach, dann gings weiter mit Saufspielen bevor wir letztendlich losgezogen sind um einen Club zu finden. Irgendwie hatte alles zu also sind wir wieder zurück zum Hostel um dort weiterzutrinken. Gegen 6 Uhr – ich war schon ziemlich im Eimer – sind wir dann alle vor das Hostel gegangen da mein Bus ja bald kommen sollte……warten, warten, warten. Um 7 Uhr wurde mir das ganze dann doch zu bunt und ich hab mir ein Taxi geschnappt. Am Flughafen angekommen war ich – auf Grund der Nacht – doch etwas überfordert aber ein netter Chilene hat mir bei allem geholfen 🙂 Glücklich und sehr sehr müde bin ich dann ins Flugzeug gefallen und habe den kompletten Flug geschlafen 🙂

 

Santiago bzw das was ich von der Stadt gesehen habe war wirklich sehr schön aber vor allem wird mir die Stadt wegen den Leuten von denen ich mich dort verabschieden musste im Gedächtnis bleiben……and now let’s rock Rapa Nui 🙂



Pucon

29 01 2013

Da wir Puerto Natales mit der Navimag-Fähre in Richtung Puerto Montt verlassen haben, haben wir erst einmal wieder 4 Tage auf einem Boot verbracht. Ich hatte einige Erwartungen an die chilenischen Fjorde die leider nicht annähernd erfüllt wurden….leider 🙁 Aber man kann eben nicht immer Glück haben 😉 Von daher waren es dann 4 Tage die wir meist an Deck verbracht haben da zumindest das Wetter gut war.

In Puerto Montt angekommen bin ich direkt in den Bus in Richtung Pucon: Zum einen weil Pucon sehr schön ist – zum anderen weil Puerto Montt einfach nichts zu bieten hat 😉 Die Weiterreise nach Pucon bin ich mit Marco aus der Schweiz angetreten, den ich auf dem Boot kennengelernt habe. Von daher bin ich zum ersten mal seit einem Monat ohne Dave und Olly unterwegs…..was aber auch nicht soo schlimm war: Ich habe die beiden zwar in Herz geschlossen aber wir 3 zusammen sind einfach eine zu kranke Kombination auf die Dauer 😉

Also in Pucon angekommen haben wir erst einmal kein Hostel gefunden – in einem wurde uns zumindest noch ein anderes empfohlen und wir haben einige Angebote für die nächsten Tage erhalten. Also schlussendlich irgendwo ein Hostel gefunden und erst einmal die Stadt erkundet. Pucon ist sehr touristisch weil man dort sehr viel machen kann: Es gibt Raftingmöglichkeiten, Seen, Wasserfälle….und eben den Vulkan Villarica 🙂 Abgesehen davon das wir umhergelaufen sind musste ich noch einiges im Internet erledigen: Einen Flug auf die Osterinseln buchen 🙂 Die Idee kam mir im Bus in Richtung Pucon: Ich war ein wenig gelangweilt, hab im Lonely Planet rumgeschmökert und hab mir überlegt das es doch ne super Sache sei pünktlich zum Rapa Nui Fest dort zu sein 😉 Hab dann zwar etwas viel für den Flug bezahlt aber hey: Man lebt nur einmal 🙂

Am Tag danach haben wir es sehr ruhig angehen lassen, haben mittags Siesta gemacht und sind dann abends in ein anderes Hostel gegangen da es dort Australian BBQ gab: Für 6.000 Pesos (rund 10 EUR) all-you-can-eat-and-drink – ich sag mal so: Mit mir haben die Jungs sicherlich keinen Gewinn gemacht 😉 Sind dann nach dem Ende des BBQ’s noch mit einigen Leuten aus dem Hostel in einen Club gegangen und haben dort gefeiert.

Am Tag darauf sind Marco und ich auf ne Mountainbike-Tour gegangen die zu den Wasserfällen und einen See gehen sollte. Leider haben wir uns erstmal schön verfahren und sind dann sicherlich eine Stunde bergauf und bergab über Puckelpisten gefahren. Da es sicherlich über 30 Grad waren habe ich mal wieder alles verflucht – ich weiß nicht warum aber ich kam einfach nicht voran und ich kam mir echt dumm vor weil ich so aus der Puste war 🙁 Irgendwann haben wir dann an einer Farm einen Amerikaner getroffen der uns zumindest den Weg zu den Wasserfällen und zum See erklären konnte. Er meinte die Wasserfälle wären eine kleinere Version der Niagarafälle und der See sei der schönste den er je in seinem Leben gesehen hätte…..ich hatte wieder Lebensmut und Lust weiterzufahren 🙂 An der Wasserfällen angekommen muss ich sagen das die wirklich sehr, sehr schön waren…….klein aber wunderschön – und das sagt einer der in Iguazu war 😉 Dort haben wir dann eine Weile verbracht bevor es zum See ging……der Weg dorthin ging nur noch bergauf und ich habe wieder alles verflucht. Total kaputt am See angekommen hätte ich den Amerikaner am liebsten erwürgt: Der See war ein ganz normaler See – nix besonder dabei. Habe mir dann noch überlegt das es traurig für den Amerikaner ist wenn das der schönste See ist den er je gesehen hat 😉 Jetzt mussten wir aber auch schon wieder zurück nach Pucon weil wir abends um 19:30 eine Einweisung in die Besteigung des Vulkans Villarica – die am Tag darauf stattfinden sollte – bekommen sollten. Also losgefahren und nach ca. 200 Meter merk ich das ich Luft im Hinterreifen verliere. Marco und ich also nachgeschaut und nix entdecken können am Reifen – jedoch an der Einstellung meiner Hinterbremse: Die hat nämlich durchgehend ein wenig gegriffen sodass ich die ganze Zeit minimal gebremst wurde 🙁 Es war also nicht (nur) meine schlecte körperliche Verfassung sondern auch die Bremse 😉 Danach Vollgas zurück in die Stadt und alle 4 km den Hinterreifen aufgepumpt. Am frühen Abend dann wie bereits geschrieben die Einweisung in den Villarica und danach sind Marco und ich noch mit Jess, Bec und Sarah aus Australien essen gewesen um uns für den nächsten Morgen zu stärken.

Am nächsten Tag morgens um 6 Uhr aufgestanden dan wir um 6:30 am anderen Hostel sien sollten……und wurde gesagt wir sollen pünktlich sein: Eine Chile sagt einem Deutschen das er pünktlich sein soll – pure Ironie 😉 Natürlich kamen unsere Guides erst kurz vor 7 angetrotten was aber nicht wirklich schlimm für mich war – zum einen habe ich das erwartet und zum anderen kann ich mit so Situationen mittlerweile etwas besser umgehen 🙂 Es ging dann erstmal vollbepackt mit dem Bus eine halbe Stunde in den Nationalpark von wo aus wir dann mit dem Sessellift von 1.400 Meter auf 1.800 Meter hochgefahren sind. Dort wurde unsere gruppe von 15 Leuten (4 Guides) dann nochmal eingewiesen wie wir mit dem Eispickel umzugehen haben: Also Helm, Sonnenbrille und Eispickel geschnappt und los ging die Tour 🙂 Wir haben recht schnell Höhenmeter gemacht und es war einfach nur wunderschön (mal wieder): Hat man noch oben gesehen sah man den absolut perfekt gefprmten Vulkan, hat man sich umgetret sah man ein absolutes Traumpanorama 🙂 Der Aufstieg an die Spitze des Vulkans (2.800 Meter) hat ca. 4 Stunden gedauert war aber nicht wirklich anstrengend….es hat sogar Spass gemacht mit dem Eispickel rumzuhantieren 🙂

An der Spitze angekommen konnten wir eine etwas längere Pause machen weil es nicht windig dafür aber umso sonniger war….mal wieder hatte ich Glück mit dem Wetter 🙂 Am Ende der Pause mussten wir dann fast den kompletten Inhalt unserer Rucksäcke anziehen – warum? Dort waren Spezialhose, Sepzialjacke, andere Handschuhe, eine Art Beinschoner, ein Hinterschoner und ein Plastiksitz drin……ja – runter wurde Schlitten gefahren auf den Schnee- und Eisfeldern 😀 Eine riesen Gaudi 🙂 Da es jeden Tage gemacht wird gibts schon richtige Bahnen in denen man dann runterkracht – gebremst wurde mit dem Eispickel. Insgesamt waren es 6 Bahnen die wir gerutscht sind und hat man echt richtig Tempo bekommen 🙂 Es war einfach mal wieder ein geiler Tag 🙂 Abends haben  wir uns dann wieder mit Jess, Bec und Sarah getroffen da wir auf die Besteigung des Vulkans lecker essen und etwas trinken gehen wollten. Das haben wir dann auch gemacht, sind dann aber brav gegen Mitternacht ins bett weil wir dann doch alle recht müde waren.

Heute geht es dann abends mit dem Nachtbus nach Santiago und am 1. Februar dann auf die Osterinseln 🙂



Torres del Paine

19 01 2013

Torres del Paine oder wie wir es genannt haben Torres del Pain(!) oder meine persönliche Namensgebung: Hansaplast-Tour….aber dazu später mehr 😉

2 Tage bevor es für uns in den NP Torres del Paine gehen sollte sind wir bereits in Puerto Natales angekommen und haben uns dort mit Dave getroffen – insgesamt kann man unsere Vorbereitungen auf unsere Wanderung wohl als sehr schlecht bezeichnen denn die beiden Abende vorher haben wir es so richtig krachen lassen….ich mein so richtig 😉 Von daher sind wir zwischendurch auch einfach nur in den Supermarkt und haben etliche Suppen und Nudeln gekauft um in den kommenden Tagen nicht zu verhungern – wir ihr sehen könnt ist uns das auch gelungen 😉

Sonntags wurden wir auf jeden Fall um 14:30 mit dem Bus an unserem Hostel abgeholt und in den 2 Stunden entfernten Nationalpark gefahren. Unser Plan war es nicht nur das sogenannte „W“ zu wandern sondern den kompletten „Circuit“ zu gehen der für 8 Tage ausgelegt ist und knapp 130 km umfasst. Gegen 18:00 sind wir dann vom Parkeingang in Richtung Campamento Torres 5 km bergauf gewandert – mit 15 kg auf dem Rücken und dem Hangover von den Tagen vorher war das kein Zuckerschlecken 😉 Wir sind aber gut durchgekommen und haben uns dann zum Abend erst einmal Nudeln gegönnt – sollte nicht das letzte mal sein das es Nudeln gab 🙂 Das Wetter war überragend was uns sehr gefreut hatte denn wir haben von einigen gehört das das Wetter die Tage vorher doch recht schlecht gewesen sein soll.

Also gings am nächsten Tage früh morgens um 4:30 auf zu den „Los Torres“ – drei wie Türme herausragenden Felsen und eine Art Symbol des Nationalparks. Wieder einmal hatten wir Glück denn es war keine einzige Wolke am Himmel zu sehen – es war einfach super endlich das sehen zu können worauf man sich schon einige Jahre freut 🙂 Nach Sonnenaufgang ging es dann erst kurz in Zelt zurück etwas schlafen und dann etwa 21 km bis zum Campamento Italiano – der Weg führte uns durch Täler, durch Bäche und Flüsse, über Berge und einfach auch durch die weite Landschaft Patagoniens. Auf Grund des Wetters kamen wir gut ins Schwitzen – sind aber wie an allen Tagen super durchgekommen. Am Camp angekommen wurde uns von einem Ranger gesagt das das Camp geschlossen sei – es standen aber 20 Zelte auf dem Zeltplatz. Nach einiger Diskussion wurde uns dann mitgeteilt das wir dort zelten können aber am nächsten Morgen weiterziehen müssten….was anderes hatten wir auch garnicht vorgehabt 😉 Naja – die Organisation von Italienern halt…was soll man anderes erwarten 😉 SPASS!!!

Am nächsten Morgen taten mir meine Knie doch sehr weh und es gab mal wieder das gewöhnliche Frühstück: Entweder Suppe mit Brot oder eben nen kleinen Snack und nen Müsliriegel….und für mich dann noch die üblichen (Mama – überlies die nächsten Worte einfach 😉 ) 2 Schmerztabletten a 800 mg. Anders ging es die ersten Tage einfach nicht – für uns sollte es an dem Tag hoch über Steine und Felsen durch das Valle del Frances gehen. Die Aussicht war wunderschön aber meine Knie schmerzten bei jedem Schritt – zu dem Zeitpunkt dachte ich daran nach dem „W“ aufzuhören und nicht weiterzuwandern. Naja – den Weg durch Valle del Frances wieder zurückgewandert sind wir dann noch weitere 12 km zum Refugio Paine Grande gegangen. Auf dem Weg dorthin kamen wir einige male am Cerro Paine Grande vorbei – oder wie wir ihn genannt haben: The Beast! Wie aus dem Nichts steht der Berg wie ein Koloss in der Mitte dieser Ebene uns sieht einfach nur gigantisch aus. Am Refugio angekommen haben wir uns an den azurblauen See gesetzt und uns Bier zum Ende des Tages gegönnt – noch immer war ich mir nicht sicher ob ich die komplette Wanderung durchstehen würde.

Am nächsten Morgen ging es mir bzw meinen Knien aber schon besser und das einzige was noch gestört hat waren die etlichen Blasen an meinen Füßen – zu dem Zeitpunkt waren wir bereits über 50 km gewandert. Also schön Hansplast ausgepackt und alles abgetapt was eine Blase ist bzw eine Blase wird – meine Füße sahen an dem Tag aus wie eine Paket so zugetapt waren die 😉 Es ging an dem Tag vorbei am Refugio Grey bis hin zum Campamento Passo – 50% der Zeit sind wir parallel zum Glacier Grey gewandert der uns alle einfach nur umgehauen hat. Wir alle waren in der Antarktis aber der Anblick dieses Gletschers war einfach nur gigantisch – das Wetter war perfekt, wir waren nahezu alleine (das Ende des „W“s war erreicht und den Rest wandern nicht mehr so viele Leute) und konnten etwa 20 Minuten die Ruhe auf einen der Felsen genießen. An diesem Abend ging es früh und mit Pasta gestärkt ins Bett denn am nächsten Morgen wartete der Pass auf uns….innerhalb kürzester Zeit ging es von 500 m auf 1.200 m hoch – wie immer schön mit etwa 15 kg auf dem Rücken.

Es war der erwartet schwere Aufstieg aber wir kamen gut durch und sind auch den Teil der Strecke ruhig angegangen da wir alle bereits einige Probleme mit Knie, Rücken und unseren Blasen hatten. Als wir das Camp auf der anderen Seite des Passes erreicht hatten gabs wie immer erst einmal Nudeln bevor es dann weitere 9 km zum Refugio Dickson ging. Dort hatten wir eine wunderbare Aussicht auf den Laqgo Dickson und die umliegenden Berge.

Wir wollten uns am darauffolgenden Tag etwas Zeit lassen, spät starten (das hieß für uns 12:00), nur 19 km zum nächsten Camp wandern und dann am Tag darauf die restlichen 12 km zur Busstation gehen. Nach etwa 6-7 km haben wir eine Pause gemacht und kurz darüber gesprochen das es doch super wäre an diesem Abend in Puerto Natales zu sein, im Hostel zu schlafen, ein gutes Steak zu essen und Bier zu trinken…..wir hatten aber noch 25 km vor uns und nicht mehr so viel Zeit. Wir alle waren aber (im Nachhinein) so dumm und haben dem Plan zugestimmt. Das war dann auch unsere einzige Pause von vielleicht 15 Minuten uns wir haben die 31 km inklusive Pause in 6 Stunden und 45 Minuten hinter uns gebracht. Die letzten 5 km waren eine Qual – ich bin alleine gewandert um mein Tempo laufen zu können, hab nur auf den Boden geschaut (links-rechts-links-rechts), hatte total verrückte Gedanken im Kopf und war einfach nur am Ende…..bei jedem Schritt habe ich gedacht platzen alle meine Blasen auf. Ich dachte schon daran mir die Blasen alle samt Zehen und Verse abzuhacken – hab dann aber doch langfristig gedacht und mir überlegt das ich die vielleicht noch brauchen könnte 😉

An der Bushhaltestelle angekommen waren wir alle so platt das wir einfach nur umgefallen sind – wir waren zu müde und kaputt für irgendwas. Es war auf jeden Fall eine idiotische Idee die 31 km in dem Tempo durchzuwandern – aber wir habe es überlebt 😉 Am Abend in Puerto Natales sind wir noch in Flip-Flops durch die Stadt gelaufen um unsere Schlafsäcke und Isomatten zurückzugeben – muss witzig ausgehen haben wie wir da gelaufen sind 🙂

Torres del Paine ist einfach nur ein so wunderbarer Nationalpark der alles zu bieten hat: riesige weite Täler, herausragende Berge, Flüsse, Seen – es war einfach nur wunderschön die 5 Tage dort verbringen zu können, vorallem weil das Wetter wirklich jeden Tag perfekt war. Selbst einer der Ranger hat uns erzählt das er ein solches Wetter 5 Tage hintereinander noch nie erlebt habe – tja, hatten wir mal wieder Glück 😀

Abgesehen davon das das Wetter super war und der Park mich einfach nur umgehauen hat, hat es mich auch glücklich und stolz gemacht das „Circuit“ (okay – mit Hilfe einiger Schmerzmittel) innerhalb von nur 5 Tagen durchgewandert zu sein – es waren schließlich rund 130 km bergauf und -ab, immer mit dem Rucksack bepackt. Wenn man bedenkt das ich vor 4 Wochen nicht einmal richtig laufen konnte……Mutschi is BACK :D!!!!!